frohe Weihnacht aus Delhi

...obwohl wir ziemlich unter Zeitdruck stehen, werde ich heute den Mitarbeiter/innen den ganzen Tag den Chai zubereiten. Mein Weihnachtsgeschenk der anderen Art. Als Arbeitgeber ist es für sie äusserst ungewöhnlich, ja sogar unverständlich, wenn ich ihnen den Tee zubereite und serviere. Das Dienen und Bedienen ist in ihren Augen nicht standesgemäss (Kastensystem). Ich versuche mit den Mitarbeiter/innen einen respektvollen Umgang zu pflegen, der sie zum Nachdenken animiert.  Meiner Arbeitshaltung liegt die Teambildung zugrunde. Beim Samplen muss alles klappen und niemand darf sich zu schade sein, eine  Arbeit die vielleicht nicht zusagt, abzulehnen. Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir alle einander in die Hände arbeiten, ein jeder und jede muss sich als Teil eines Ganzen verstehen. In einem Team von Christen, Hindus und Muslimen ist es dementsprechend wichtig, den Leuten auf einer menschlich-emotionalen Ebene so zu begegnen, dass sie sich implizit auch unter einander den notwendigen Respekt erweisen.

Wie ihr sieht, durchbrechen wir in unserer Arbeit auch religiöse Aspekte... ein wohl wahrlich weihnachtlicher Gedanke.

 

Reinhard Margelisch

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